Nachkriegszeit (1950 bis zur Gegenwart)
Die Neugründung als Burschenschaft Normannia erfolgte 1950. Eine Aktivitas wurde aufgebaut und der Bund erreichte 1951 die Wiederaufnahme in die Deutsche Burschenschaft. Im Jahre 1954 wurde der Paukbetrieb wieder aufgenommen und zwei Pflichtmensuren eingeführt. Die Nachkriegszeit führte zur Ablösung der ADB-Tradition durch ein Engagement in der Roten Richtung, welcher Normannia seit 1957 angehörte. In diesem Jahr erfolgte auch der Kauf der „Villa Stückgarten“ am Kurzer Buckel 7 als neues Verbindungshaus.1962 trat der Bund in die Burschenschaftliche Gemeinschaft in DB und DBÖ ein, um die Aufnahme der Burschenschaften in der Republik Österreich in die Deutsche Burschenschaft zu unterstützen. Am 30.11.1963 wurde auf dem Normannenhaus in Heidelberg das Norddeutsche Kartell wiederbelebt. Die Folgen der 68er-Revolte bedingten einen allmählichen Rückgang der Aktivenzahlen und dadurch die Vertagung der Aktivitas gegenüber der Deutschen Burschenschaft von 1978 - 1986. Das einhundertjährige Bestehen der Burschenschaft Normannia wurde 1990 mit einem erinnerungswürdigen Stiftungsfest begangen. Aus dem moralischen Gewinn dieser Feier konnte in den Folgejahren ein personeller Aufschwung im Aktivenbetrieb erreicht werden. 1993 erfolgte schließlich die Aufnahme von 15 Alten Herren der Heidelberger Burschenschaft Rheno-Arminia, deren Altherrenbund nach zwei Dekaden ohne Aktivitas aufgelöst worden war.